F.A.Z. Wissen

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00:00:03: Der Sommer ist vorbei und ich weiß nicht, wie es euch geht.

00:00:07: Aber man kennt das ja so ein bisschen aus der Kindheit als man Sommerferien hatte dieses Gefühl des Sommers, der ewig geht und einfach nicht aufhören will.

00:00:16: Mir geht's übrigens nicht mehr so für mich.

00:00:18: Geht der Sommer meistens rasend schnell vorbei zu schnell eigentlich aber dieser Sommer war anders er kam hier Ewig lang vor.

00:00:27: Und einerseits ist das natürlich ein schönes Gefühl, aber natürlich auch einen völlig subjektiven Eindruck den ich da habe.

00:00:34: Deswegen frage ich mich Frauke für dich als Wissenschaftsjournalistin mit praktisch dem objektiven Blick was bleibt dir von diesem Sommer am stärksten im Gedächtnis?

00:00:45: Naja also was mir im Gedächtes bleibt es in jedem Fall auch subjektiv.

00:00:51: Aber Ist diese Trockenheit im Gedächtnis geblieben?

00:00:56: Wenn ich jeden Tag gucke, hat es geregnet.

00:00:59: Es ist vielleicht auf die Wetter-App gucke und auf den Regen hoffe.

00:01:04: Denn ich sehe, dass die Bäume so braune Blätter kriegen, obwohl der Herbst noch total weit weg ist.

00:01:10: Das fand ich doch sehr bedrückend!

00:01:13: Bedrücknd?!

00:01:13: Und also... Vielleicht muss man dazu sagen, du hast auch ein anderes Interesse, ne?

00:01:17: hast du einen Garten, bei dem du auf Regen angewiesen bist?

00:01:20: Ja

00:01:20: genau.

00:01:21: Der Garten hat keinen Brunnen und ist auch nicht an einem Haus so dass sich manchmal vorkam wie in der dritten Welt wenn man dann versucht das Wasser irgendwie dahin zu bringen oder zugucken muss wie der Salatschlapp wird.

00:01:33: Genau!

00:01:34: Und nicht nur du musst dir solche Gedanken machen sondern eigentlich viele.

00:01:38: Deswegen sprechen wir heute über das Thema.

00:01:40: können wir nach diesem Sommer zur Tagesordnung zurück?

00:01:44: eine Bilanz von Hitze, Dürre und Wald brennten.

00:01:48: Damit willkommen zum FAZ-Podcast Wissen, heute in einer etwas anderen Konstellation als sonst denn bei mir im Studio sitzt.

00:01:55: Frau Kusbikowski die sie eben gehört haben ist Redakteurin im Ressort Wissenschaft der FAZ Und wir sind zu dritt mit Petra Ahne redakteuren im Foyetton Hallo Petra!

00:02:06: Hallo

00:02:07: Aus Berlin zugeschaltet und ich bin Piotr Heller.

00:02:10: Petra wie werden gleich mit dir darüber sprechen Du eigentlich auf den Sommer blickst und warum bei deiner Sommerbilanz du an dem Katastrophenfilm Day After Tomorrow denken willst oder denken musst.

00:02:26: Aber zuerst mal schauen wir auf die Fakten.

00:02:29: Frauke, du hast eine Doppelseite in der FHS geschrieben und koordiniert mit anderen Kollegen, mit anderen Autoren.

00:02:35: Diese Woche ist sie erschienen.

00:02:36: Titel Ein Sommer wie dieser.

00:02:39: Warum eigentlich diese Doppelseite?

00:02:41: Wir machen hier eigentlich keine Jahreszeitenrückblicke.

00:02:46: Dieser Sommer war einfach ungewöhnlich.

00:02:49: Er war vor allem ungewönlich heiß, das heißt jetzt nicht unbedingt, dass punktuell die Temperaturen besonders hoch waren sondern dass es besonders lange besonders warm war und dass vor allem die Nächte besonders heiß waren.

00:03:04: also das heißt wir hatten tagelang Temperaturens oberhalb von zwanzig Grad auch in der Nacht so dass eigentlich keine Abkühlung zu spüren war und ein Gesprächspartner hat mir gesagt, das war schlimmer als alles was wir vorher kannten.

00:03:23: Also tatsächlich, woran ich so ein bisschen denke ist dass wir jetzt einen Ort kennen mit Namen Möckern-Dreivitz.

00:03:32: Das war ein Ort der ein Temperaturrekord geknackt hat Genau!

00:03:36: Das ist ein Ort in Sachsen-Anhalt in der Nähe von Magdeburg.

00:03:40: Dort wurde der Temperaturrekord gemessen.

00:03:42: Das Einbahn war ein Fortiechkommar.

00:03:44: Acht Grad, mal zur Einordnung.

00:03:48: Zwei-Tausend Drei war auch so'n Hitzesommer.

00:03:50: Da war die maximale Temperatur nur vierzig Komma Acht Grat.

00:03:55: Aber gerade so im in Osten und Norden Deutschlands War es gar nicht so heiß sondern besonders heißt was Im Südwesten.

00:04:03: Da wurde vielleicht nicht die Maximaltemperatur gemessen, aber es gab besonders viele Tage oberhalb von fünfunddreißig Grad.

00:04:10: Die nennt man auch Wüstentage?

00:04:13: Genau, rein Felden fällt einem da ein.

00:04:14: Das waren ... Ja!

00:04:15: Da war uns über dreißig grad und die... Also ähm ...

00:04:19: Die nennten wir Hitzetage.

00:04:20: Genau, die Hitzentage.

00:04:21: Und die gab's äh, sechsundfünfzig.

00:04:23: Sechsundfünftig, äh am Stück.

00:04:24: Äh, da frage ich mich jetzt, weil mein Bleib natürlich trotzdem diese Rekorde sein und viert sich kommen irgendwas, dann weiß ich mein Gott ja.

00:04:32: Aber du hast jetzt eher angefangen von dieser Dauer der Hitze zu sprechen.

00:04:37: Also das ist zur Einordnung dieses Sommers aus deiner Perspektive wichtiger, ja?

00:04:42: Ja

00:04:42: auf jeden Fall.

00:04:44: und was auch noch vielen in Erinnerung geblieben sein dürfte neben den Rekorden sind natürlich die Waldbrände.

00:04:51: da hat man hier einiges mitbekommen.

00:04:52: Was war diesen Sommer denn da in Europa eigentlich los?

00:04:56: Die Waldbrinde waren glaube ich

00:04:58: Deshalb

00:04:58: sind uns so im Gedächtnis geblieben, weil unheimlich viele Menschen ihre Häuser verlassen mussten.

00:05:06: In Frankreich und Spanien vor allem.

00:05:08: Das waren über dreihundert tausend.

00:05:11: Die Zeitweise in Gefahr waren, dass Ihre Siedlung einfach

00:05:17: abbrennt.

00:05:19: Das hatten wir so lange nicht mehr.

00:05:22: Es gab auch im letzten Jahr relativ viele Waldbrände.

00:05:26: Die betrafen aber Griechenland eher oder auch Italien.

00:05:31: Aber dass es so eine Stadt wie Bordeaux betrifft, das auch noch so früh im Jahr, also Ende Juli ... Das war ungewöhnlich!

00:05:40: Auch in Deutschland war es ein ziemlich übles Brandjahr.

00:05:43: Es waren dreitausend Hektar Betroffenen.

00:05:47: Das langjährige Mittel ist weniger als ein Drittel davon.

00:05:52: Und gut, Waldbrenn ist natürlich punktuell.

00:05:55: Macht das was mit der Landschaft?

00:05:56: Aber dann habe ich mich eigentlich gefragt, was diese lange Hitze die auch mit einer Dürre einhergeht... Was macht das eigentlich mit den Menschen und der Landstschaft?

00:06:05: wie würdest du das erklären?

00:06:07: Mit dem Menschen da, die belastet es einfach also gerade vorerkrankte Menschen über fünfund achtzig oder fünfund sechzig.

00:06:16: Es belastet den Kreislauf.

00:06:17: Und gerade ältere Menschen sterben einfach dann auch häufiger mal, also häufiger... Die Übersterblichkeit war extrem hoch in diesem Jahr.

00:06:28: Das waren glaube ich über sechzehntausend Hitze Tote.

00:06:31: und wenn wir jetzt sagen na gut das waren halt alles Hochbetagte Menschen die wären vielleicht eine Woche später sowieso gestorben Das konnten wir aber nicht sehen, also die Statistik zeigt keine Untersterblichkeit in den Wochen nach der Hitze.

00:06:43: Was dann logisch wäre, wenn das sowieso sterbende Menschen gewesen wären?

00:06:47: Ja, das ist der Einfluss auf die Menschen.

00:06:49: und jetzt will ich auch so ein bisschen praktisch anfangen, nach vorne zu blicken.

00:06:55: Jetzt ist es ja so dass die ... Wenn wir uns zum Beispiel mal die Dörre angucken... Ich habe gesagt, der Sommer ist vorbei!

00:07:02: Der Regen ist ja jetzt auch wiedergekommen.

00:07:04: Und die oberen Bodenschichten Die werden wieder feucht.

00:07:07: Ich seh das bei mir im Garten, das Gras wächst wieder ... Aber in tieferen Schichten nehme ich an, wird das Wasser noch fehlen?

00:07:14: Der Grund-Wasserspiegel ist nicht da, wo er sein sollte.

00:07:18: Wie lange wird es eigentlich brauchen bis sich die Wasserspeicher wiedererholen, wenn sie sich überhaupt wieder erholen?

00:07:24: Also grundsätzlich ist es so, dass in den tieferen Bodenschichten und auch im Grundwasser noch das Dürrefrüher von zwanzig, fünfundzwanzig wirkt.

00:07:32: Das hat sich nicht komplett wieder aufgefüllt Und der Sommer, hat es natürlich nicht besser gemacht.

00:07:41: Meine Gesprächspartner haben mir gesagt ... Also wenn wir jetzt einen ganz normalen nassen Winter bekommen und in Deutschland sind die Winter an aller Regel nass und durch den wärmeren Temperaturen im Winter friert der Boden auch nicht durch.

00:07:55: also das Wasser kann dann ganz gut einsickern.

00:07:57: Wenn es jetzt nicht gerade eine Überschwemmung ist mit Starkregen wo's sofort abfließt Dann kann es sein dass Im nächsten Jahr, wenn es kein Dürre-Sommer wird ... Also die Dürren nicht so stark zuschlägt.

00:08:12: Das heißt nicht, dass alles wieder aufgefüllt ist, das heißt nur, dass die Pflanzen keinen Trockenstress haben.

00:08:17: Dürrer heisst ja nicht, es ist weniger Wasser da, sondern Dürr bedeutet, es is weniger Wasser als in achtzig Prozent der Jahre.

00:08:27: So und also es dauert halt ein paar Monate, ein halbes Jahr Normalität?

00:08:35: dass es halbwegs ins Lot kommt.

00:08:38: Das wird dauern, die andere Sache ist natürlich die Frage wie das in Zukunft von den Waldbränden aussehen wird.

00:08:44: und jetzt habe ich auf der Doppelseite hier ein paar Wörter.

00:08:47: tatsächlich oder nicht nur auf der doppelseite sondern generell hat man jetzt so ein paar neue Wörtern gelernt, Tropennächte gehören dazu, Wüstentage und jetzt gibt's auch das Wort Feuerwetter.

00:08:58: was hat denn eigentlich damit auf sich?

00:09:00: Was muss da zusammenkommen?

00:09:01: Feuerwitter bedeutet nicht nur dass ich höhere Temperaturen habe, die eine höhere Verdunstung bedingen.

00:09:08: Dass man einfach mehr Wasser aus den Wäldern und der Vegetation in die Atmosphäre geht.

00:09:14: Sondern ... Ich hab auch noch Wind!

00:09:17: Der trägt auch noch zur Verdunstellung bei.

00:09:21: Ich hab kein Regen oder sehr wenig Regen, sodass es extrem trocken wird.

00:09:27: Und wenn ich irgendwo ein Feuer hertabe... ist der Wind auf jeden Fall dazu geeignet, das Ganze nochmal richtig ordentlich anzufachen.

00:09:35: Also ich hab trockene Vegetationen und hohe Temperaturen so dass sie noch trockener wird oder überhaupt erstmal komplett austrocknet... ...und ich habe Wind!

00:09:44: Und spielt es da eigentlich auch eine Rolle wie wir unsere Wälder bewirtschaften?

00:09:48: Oder ist man praktisch diesen Bedingungen einfach schutzlos ausgeliefert?

00:09:53: Nee, das hängt natürlich auch davon ab was für Pflanzen ich im Wald habe.

00:09:57: ja ob ich ein

00:09:59: Mischwald

00:09:59: habe Wie es in Frankreich vielerorts war, ein Pinienmononkulturen haben.

00:10:07: Also wo vor allem so Nadelbäume wachsen, deren Nadeln einfach auch mal auf den Boden fallen und da sehr trocken sind.

00:10:14: Häufig ist die Waldbrände dann schlimmer wenn es vorher ordentlich gewachsen ist.

00:10:20: also ganz wie Unterholz gewachsen isst das dann komplett austrocknet im Sommer.

00:10:26: Was in der Statistik nicht drin ist, sind Vegetationsbrände.

00:10:30: Wenn eine Wiese oder ein Feld abbrennt.

00:10:32: Aber Trocknissgras brennt ja auch und darüber kann sich Feuer verbreiten.

00:10:39: In Deutschland lässt sich Waldbrand ganz gut bekämpfen weil wir relativ viele Waldwege haben wo die Feuerwehr durchkommt.

00:10:47: Wenn sie fehlen ist es schwierig den Wald zu löschen oder das Gut überwachen.

00:10:59: Also man braucht ein bisschen Wildnis im Sinne von keinem Monokultur, sondern verschiedene Wälder.

00:11:07: Aber auch nicht zu viel weil wenn es ernst ist damit man dann reinkommt

00:11:11: also wie genau jetzt einen Wald aussehen muss damit es nicht so viel brennt oder damit brand sich nicht zur Katastrophe ausweite denn in vielen Ökosystemen gehört Brand ja auch dazu.

00:11:23: darüber streiten die Wissenschaftler sich tatsächlich noch.

00:11:26: Petra, hast du dazu eigentlich eine Meinung?

00:11:28: Du bist doch jemand der sich mit Wildnis beschäftigt.

00:11:31: Also ich würde gerne noch ergänzen dass eine Rolle ja wohl auch spielt die Art nicht nur wie wir Wälder bewirtschaften sondern wie wir mit Feuer generell umgehen.

00:11:42: also ich habe mit einem Feuer Historiker gesprochen als die Brände so schlimm waren in Frankreich und er hat gesagt Die Tatsache, dass sich wie so eine Doktrin durchgesetzt hat.

00:11:53: Ein Feuer in der Landschaft im Wald oder aber auch in einer offenen Landschaft muss verschwinden.

00:11:58: ein Feuer ist generell schlecht.

00:12:00: das war ein großer Fehler also und er hat das verglichen mit übertriebenem Einsatz von Antibiotika.

00:12:06: man tötet die schlechten Bactäne man hat dann auch die nützlichen nicht mehr.

00:12:11: und er sagt wie auch andere Feuerexperten das kontrollierte Feuer ja durchaus sinnvoll sein können Management, gezielt gelegten Brennen im Frühling in der trockenen Jahreszeit.

00:12:26: Dass das trockene Unterholz schon mal wegnimmt später, dass dann später nicht mehr so viel Unterholze hat, dass das verbrennen kann.

00:12:33: Das wollte ich noch gerne ergänzen.

00:12:34: und zudem hast du vorhin gesagt ja also klar können.

00:12:37: so Monokulturen ist natürlich das Gegenteil eines stabilen Ökosystems.

00:12:42: Das merkt man ja selber wenn man in den Wald geht.

00:12:44: immer geht ein so ein Mischwald ja es sehr viel Der ist viel feuchter, kühler sogar mehrere Grad.

00:12:49: Der hat ein eigenes Mikroklima und das spürt man ja fast schon, dass ich da einen Feuer nicht so schnell durchfressen kann wie bei sowieso trocken gestressten Kiefernmonokultur.

00:13:04: Ich glaube es sind Gedanken die wir uns stärker machen müssen.

00:13:08: warum?

00:13:09: Weil Frauke Ich habe bei dir gelesen, dass das Wissenschaftler aus Potsdam und Frankfurt davon ausgeht, dass wir mit deutlich mehr verbrannter Fläche in Europa rechnen müssen.

00:13:20: Also praktisch mit Bedingungen die Feuer begünstigen werden?

00:13:24: Ja also die Rechnern damit je nachdem welches Emissions-Szenario wir haben durch den Klimawandel zwischen ein Drittel mehr und dreimal so viele Fläche von Waldbahn betroffen sein werden.

00:13:37: Das hängt einfach mit den höheren Temperaturen zusammen

00:13:40: Und wie

00:13:41: gesagt in den Feuerwetter, das man zunimmt.

00:13:43: Ja also die Bedingungen nehmen zu gut.

00:13:44: dann ist natürlich dann die Frage dazu werden wir gleich kommen was jetzt der richtige Präventionsstrategie ist oder wie wir darauf reagieren sollten.

00:13:52: aber dann habe ich mich gefragt bei diesem Sommer Was wir rein würden es eigentlich darauf machen dass wir nicht nur Rekorde sehen.

00:14:00: ja also Sammer an sich war nicht heißer als dieser Rekord-Sommer zwei tausend drei den du erwähnt hast im Sinne von.

00:14:07: Die Durchschnittstemperatur war nicht höher Wenn auch nur knapp, wir sind ganz nah dran.

00:14:12: Dürre gab es in vielen Regionen in Polen, Finnland und im Baltikum nicht?

00:14:16: In Nordostdeutschern auch weniger.

00:14:18: Also in Brandenburg was sonst von Dürr betroffen ist war's viel weniger katastrophal als letztes Jahr beispielsweise.

00:14:26: und auch mit den Bevorpommern.

00:14:28: Und das hängt natürlich ... Das hängt mit der Großwetterlage zusammen.

00:14:34: dass ein Meteorologe hat, es mir mal versucht zu erklären.

00:14:37: Bisher war unser Wetter im Sommer im Wesentlichen vom Atlantik bestimmt von der westlichen Luftströmung und wir hatten dieses Jahr auch wieder so eine Omega-Wetterlage, eine sehr stabile Wetterlage aber die war viel weiter in Süden als beispielsweise im letzten Frühjahr.

00:14:58: Auch dass das Wetter erst aus dem Nordosten, also nein nicht Nordosten.

00:15:03: Aus nordwestlicher Richtung bestimmt wurde und dass auch diese Omega-Wetterlage nicht so weit nach Norden gezogen ist.

00:15:11: Und deswegen eben der Regendienst noch gab oder die Feuchtigkeit, die es noch gab einfach dann einfach nur bis Nordostdeutschland... ins Baltikum und nach Skandinavien gezogen ist.

00:15:21: Im Süddeutschland kamen halt nichts mehr an, häufig ist es umgekehrt dass in den Mittelgebirgen der Regen hängen bleibt und dann Nord-Oststadt nichts mehr abbekommt.

00:15:30: aber das liegt einfach aus der Richtung woher die Wetter dieses Jahr kam.

00:15:33: Und gut das ist jetzt natürlich der Wettereinfluss.

00:15:38: Wo läuft jetzt genau die Grenze der Dürre?

00:15:40: Aber inwiefern hängt das was wir uns diesen Sommer beobachtet haben also diese langen Hitzetage Dürre, die dann doch da war in gewissen Regionen.

00:15:51: Die Waldbrände – inwiefern hängt das denn letztlich mit dem Klimawandel zusammen?

00:15:56: Das hängt einfach damit zusammen dass sich durch den Klimawandeln die Unterschiede also die Temperaturunterschiede zwischen der Arktis, zwischen dem Nordatlantik und dem europäischen Festland verändern und das Wetter nicht mehr stabil direkt von Westen kommt, sondern einfach stärker mehr andert.

00:16:16: Das hat mir Meteorologe so erklärt.

00:16:18: also das einfach mal dann die Richtung sich ändert und dann die stabile Lage einfach im Süden liegt und diese Omega lagen und im nächsten Jahr wieder in Norden sodass diese Lagen sehr stabil sind

00:16:31: aber

00:16:32: eben unterschiedlich.

00:16:34: Also praktisch das was wir bisher gelernt haben oder man kann ja nicht mehr auf Erfahrungswerte zurückgreifen wie bisher ist.

00:16:41: es kann halt zu solchen Sommern jetzt kommen.

00:16:44: Peter, du hast ja im Feuilleton über diesen Sommer geschrieben in längeren Artikel und du hast gefragt was von diesen extreme Ereignissen mit die wir jetzt gerade gesprochen haben.

00:16:56: Und die Frau, die gerade beschrieben hat wohl bleiben wird?

00:16:59: Du sagst wenn man sich das vor Augen führen will hilft es sich an den Film They After Tomorrow zu erinnern.

00:17:07: Kannst du mal erklären warum?

00:17:09: Also ich habe erst begonnen mich an den Filmen zu erinnern, der ist ja über zwanzig Jahre alt.

00:17:14: Als ich mich gefragt hab also warum kaum sind die Brände gelöscht gewesen?

00:17:19: Die Temperaturen niedriger gewesen.

00:17:23: Man wieder zur Tagesordnung gegangen ist als ob eigentlich nichts gewesen wäre.

00:17:27: wie Frauke gerade beschrieben hat.

00:17:29: Wir haben wochenlang erlebt, dass die Folgen der Erderwärmung sind, die so oft prognostiziert wurden, die ja aber immer auch irgendwie abstrakt klang.

00:17:35: Also wir haben also gespürt, wie erschöpft man ist wenn mehrere Nächte nicht gut schläft weil es heißt, dass wir erfahren, dass tausende Menschen gestorben sind in den Hitzewellen und wir haben entsetzt die Bilder von den Feuern in Frankreich gesehen, gesehen wie unsere großen Flüsse kaum wieder zu erkennen waren.

00:17:51: Aber die Reaktion war eben nicht, das war so schlimm.

00:17:54: jetzt müssen wir dafür sorgen dass es nicht noch schlimmer wird sondern das war, sobald es dann kühler wurde verschwand das thema wieder irgendwie.

00:18:02: und da habe ich an den film gedacht der mal versucht hat in großen bildern mit dem mittel des hollywood blockbusters vor der erder erwärmung zu warnen.

00:18:11: also das wollte roland emmerich hatte auch gesagt im the day after tomorrow.

00:18:17: Der hat dann ja aber interessanterweise die Konsequenzen dieser Erderwärmung so dargestellt, wie sie uns eben nicht ereilen würden als Katastrophe.

00:18:24: Die das Leben von Millionen oder wenn ich sogar Milliarden Menschen auf einmal verändert quasi von heute auf morgen so als Kaskade sich überstürzen der Ereignisse Tornados Überflutungen von Städten wie New York Temperatur stürze, die einen quasi zu Eis erstarren lassen, sobald man das Haus verlässt.

00:18:42: Und

00:18:43: das heißt ganz offen wirklich war dem Roland Emmerich auch klar, die Klimakrise lässt sich eindringlich nur vermitteln und erzählen.

00:18:50: Wenn sie quasi verfälschen zu so einer Megakatastrophe komprimiert wird und eben nicht so erzählt wird wie sie tatsächlich passiert als punktuelle schlimme Ereignisse dann aber auch wieder vorbei sind und die man obwohl man es ja eigentlich besser weiß dann auch wieder gern hinter sich lässt.

00:19:06: Ja gut und genau du beschreibst das ja praktisch mit dieser Formulierung dass der Klimawandel, also der echte Klimawandel nicht der Hollywood-Klimawandel.

00:19:15: Dass er eben kein gutes Drehbuch liefert.

00:19:17: und jetzt hast du ja gerade bestreben okay gut weil es eben diese punktuellen Ereignisse sind.

00:19:22: ich finde aber er tut das ja gerade doch ja.

00:19:24: Er liefert ein gutes Drebuch in dem Sinne wir haben es jetzt mit diesem extremen Sommer zu tun.

00:19:30: Du hast es gerade beschrieben wir erkennen unsere Flüsse nicht mehr ja?

00:19:33: Also was könnte ein besseres Drehbuch sein dieser extreme Sommer der uns jetzt eben gezeigt hat?

00:19:38: Leute dass könnte das neue normal sein.

00:19:41: Also was will man eigentlich mehr?

00:19:43: Ja, wir haben es doch jetzt vor Augen!

00:19:45: Das stimmt.

00:19:46: er liefert eine Art Drehbuch in dem Sinn dass uns klar dargelegt wird was schon geschehen ist und quasi ne Ahnung dessen was noch geschehend wird.

00:19:52: Es ist mir so ein Lehrfilm.

00:19:56: also macht man immer mehr Treibhausgase.

00:19:58: die Atmosphäre bitteschön das ist was passiert.

00:20:00: das hat man ja wirklich vorgeführt bekommen, also was passiert mit den Wäldern?

00:20:04: Was passiert mit dem Menschen in den Städten?

00:20:06: Was ist mit den Flüssen?

00:20:08: Aber es war eben nicht ein Drehbuch im Sinne eines Plotts.

00:20:10: Das Handeln unausweichlich macht wie in einem Film.

00:20:14: und da denke ich das Problem ist der Klimawandel erreicht uns in Gestalt von Ereignissen die wir alle irgendwie schon kennen.

00:20:21: Also es ist eine Verstärkung bereits bekannt, außer wie bei einer Katastrophe wegen Nepal.

00:20:28: Die Bilder waren wirklich wie aus dem Katastrophenfilm aber die war natürlich dann auch wieder sehr weit weg.

00:20:33: und das was wir erleben das ist eben vertraut.

00:20:35: es gab immer schon heiße sommer tage es gehabt immer schon wald brenn des gab immer noch niedrige flusspegel.

00:20:40: das hat sich jetzt dann eben ins extreme verstärkt oder unheimliche teilweise beim sommer denn diese hitze auf die man die ganze zeit wartet ja so die kerneigenschaft vom sommer ist die wurde plötzlich irgendwie irgendwie bedrohlich.

00:20:54: Aber irgendwann ist es dann wieder vorbei, es gibt immer wieder eine Rückkehr zur Normalität.

00:20:59: also das scheint dann immer wieder irgendwie ja gar nichts gewesen sein und man kann wieder zurück in diesen Alltag mit vielleicht einem unbehaglichen Gefühl aber man darf wieder hinter sich lassen und das konnten die Menschen im Roland Emmerich Film eben nicht.

00:21:14: da musste gehandelt werden.

00:21:16: natürlich waren die Politiker am Ende auch ganz klein laut und einsichtig.

00:21:19: sofern sie noch am Leben waren sind ja viele gestorben.

00:21:23: Ich komme gleich zu dem Handel, aber wenn du gerade aufgefallen ... Du sagst okay gut das verschiebt sich jetzt.

00:21:28: Das alltägliche besondere Wetter praktisch was wir kennen, das verschieht sich noch stärker ins Extrem.

00:21:33: Ich habe vorhin gesagt dass der Sommer uns gezeigt hat was das neue normal sein könnte.

00:21:37: Da wollte ich nur mal frage kann man das überhaupt so sagen?

00:21:40: ist das das neue Normal oder doch eine Ausnahme eigentlich?

00:21:43: Also dass es das neu normal ist das können wir noch nicht sagen!

00:21:47: Es könnte auch also Ein Meteorologer hat mir gesagt, es kann auch sein das ist jetzt schwang zwischen zu trocken und zu nass.

00:21:54: Also dass wir nochmal so Sommerkriegen mit Furchtbahn über Flutungen... Das könnte natürlich auch ein neues Normal werden!

00:22:02: Es ist so.

00:22:03: der Dürremonitor des Umweltforschungszentrums zeigt sehr schön, dass wir uns gerade in der total krassen Dürre-Phase befinden.

00:22:13: Eigentlich seit dem Jahr im Jahr ist die Bodentrockung total zugenommen, aber so eine längere Dürrephase hatten wir zum Beispiel auch schon mal in den neunzehn Jahren, also zwischen eighteen, sieben, fünfzig bis achtzehn, sechszig so um den Dreh.

00:22:29: Das war auch eine extreme Dürresituation in Mitteleuropa.

00:22:32: Wir hatten auch dörre Jahre, zum Beispiel in den Sechsten und Siebzig waren extrem, ein dürres Jahr, selbst in Großbritannien wo es sonst immer regnet... Ob wir jetzt mehr Dürren kriegen oder mehr Überschwemmung, das können wir noch nicht sagen.

00:22:46: Wir müssen damit rechnen dass es extremer wird.

00:22:50: Die wissenschaftliche sich tatsächlich nicht einig ob es wirklich immer trockener wird oder ob wir tatsächlich eine natürliche Trockenperiode haben.

00:22:59: Einig sind sie sich, dass man einfach mit mehr Extrem rechnet muss mit häufigeren Extrem.

00:23:04: Okay also dann wäre diese Sommer praktisch einer Art Vorgeschmack auf vielleicht nicht... eine trocknere Welt hier in Europa, sondern jedenfalls auf eine extremere, egal in welche Richtung.

00:23:15: Pera.

00:23:15: und du meinst also dass diese Sommer eben mit Nichten uns zum Handeln bringen wird weil sich das dann eben ja wieder in Anführungszeichen normalisiert sobald der Sommer vorbei ist und es aus dem Kopf ist?

00:23:28: Kannst du mir vielleicht nochmal ganz konkret sagen was Du eigentlich mithandeln meinst?

00:23:34: Das kann man ganz auf einen Punkt bringen.

00:23:36: Also in der Handeln, wie es zum Beispiel Friedrich Merz tatsächlich für ein Moment angekündigt hat nachdem er die verbrannten Wälder in der Eifel besucht hat wir werden alles tun um den Klimawandel zurück zu drängen.

00:23:47: also am Ende müssen die Treibhausgasemissionen enden.

00:23:50: das eigentlich ist eigentlich ganz einfach.

00:23:54: und dem was du gerade gesagt hast das neue normal ich denke schon dass passiert jetzt auch in den Köpfen von uns, die wir das erleben.

00:24:06: Als es da schon eine Neustierung gibt aber eben auf eine Weise, die auch wieder schwierig ist ja weil diese schleichende Veränderung dann eben als das neue Normal gesehen wird.

00:24:15: Da gibt's ja auch ein Wort dafür und dieses Wort von der Shifting Baseline also so ne Verschiebung der Wahrnehmungen dessen was wir als normal empfinden.

00:24:23: Also wahrscheinlich gehen wir schon in dem nächsten Sommer mit der Erwartung Das wird jetzt nicht mehr so wie früher mal war vielleicht wird Unangenehm heiß.

00:24:31: Vielleicht buchen wir den nächsten Urlaub nicht mehr in Spanien, sondern in Dänemark.

00:24:35: Das ist dann aber mehr eine Anpassung und keine Veränderungen dessen was für die ganze Sache mal gesorgt

00:24:42: hat.".

00:24:43: Aber kannst du vielleicht deine Perspektive erklären?

00:24:46: Weil du sagst okay gut Wir haben jetzt diesen Sommer hinter uns Und du guckst auf den Sommer und siehst in ihm praktisch diesen ja Handlungsbefehl Ja wir müssen etwas tun.

00:24:57: und du sagste andere Leute sehen das nicht.

00:24:59: Was siehst du, was andere nicht sehen?

00:25:03: Ich sehe gar nichts, was Andere nicht sehen.

00:25:06: Mir geht es ja auch so, dass mir der Sommer schon wieder weit wegvorkommt mit all seinen Extremen.

00:25:11: Auch dazu mich auf einen schönen frischen Herbst freuen.

00:25:15: Wenn man sensibilisiert ist für das Thema Klimakrise oder die ökologische Krise dann ist es so als ob man eine Brille mit einer etwas anderen Färbung aufhatte.

00:25:24: Die kann man eben auch nicht mehr absetzen.

00:25:28: Und um nochmal eine letzte Sache aus deinem Artikel zu erwähnen, du sagst ja praktisch das Wort des Sommers ist Anpassung.

00:25:38: Kannst du vielleicht da noch mal darauf eingehen?

00:25:39: Weil du beschreibst ja die Anpassungen gewissermaßen problematisch ist im Sinne von dass es günstiger wäre hinten raus betrachtet sich eben nicht an... nicht nur anzupassen, sondern eben versuchen den Klimawandel zu verhindern.

00:25:57: Weil die Anpassung immer teurer wird.

00:26:00: Genau!

00:26:00: Also das... Die Anpassungen ist natürlich total wichtig, denn der Klimawandler ist da und er geht ja jetzt auch nicht mehr weg so.

00:26:07: Also mit diesem Extrem müssen wir jetzt leben aber wir müssten natürlich dafür sorgen dass es nicht mehr werden.

00:26:14: Und es wird ja immer immer mehr werden wenn wir jetzt nicht die Ursache bekämpfen daran gestört, wie darüber gesprochen wurde in diesem Sommer.

00:26:22: Es ging eben vor allem um Anpassung und es ging vor allem darum die Symptome in den Griff zu bekommen von etwas, wo das ein Ursache wir ja auch verantwortlich sind also... Und die direkte Reaktion auf so eine Notlage ist natürlich einfacher und entspricht wahrscheinlich auch mehr dem menschlichen Naturell als das langfristige Vorausdenken dass er diese wahnsinnig komplexe Transformation bedeutet.

00:26:45: aber Diese Ursachen, die Treibhausgasemissionen werden ja immer extremere Folgen nach sich ziehen.

00:26:50: Was die Anpassung auch immer schwieriger und teurer macht am Ende.

00:26:55: Frauke, ähnliche Meinung?

00:26:57: Das Problem ist halt auch so Extreme Ereignisse, die sind einfach schwer zu handhaben.

00:27:04: Also wenn wir in einem Sommer eine Dürre haben und im anderen Sommer extreme Überschwemmungen ... Ja das ist ... Da ist Anpassung, glaub ich total schwierig oder auch total aufwendig und auf jeden Fall teuer.

00:27:19: Deswegen ist es wahrscheinlich immer noch billiger also ökonomisch gesehen weniger fossile Rohstoffe zu verbrennen.

00:27:29: Und jetzt um's nochmal auf die Einstiegsfrage praktisch dieses Podcast zurückzukommen können wir nach diesem Sommer zur Tagesordnung zurück?

00:27:39: erstmal die Frage an euch beide Vielleicht zuerst an dich, Petra.

00:27:45: Können wir zur Tagesordnung zurück?

00:27:50: Was müssten wir denn eigentlich anpassen?

00:27:53: Die Tagesordnung ist ja praktisch ... Wir vergessen mehr oder weniger was passiert und machen so weiter.

00:27:59: Wie müsste es denn stattdessen aussehen?

00:28:01: Was müsste auf die Tagesordnung?

00:28:03: Also... Zum einen dürfen wir eben nicht vergessen, dass der nächste Sommer kommt und das Pendel da auch wieder ausschlagen kann.

00:28:09: Wie Frau Kessier beschrieben hat in Richtung Dürre-Hitzwelle oder auch über Flutung – man weiß es nicht!

00:28:15: Und jetzt ist eben dem Moment für den nächsten Sommer vorzusorgen damit eben noch die Anpassung aus dem Blick gerät Also ganz konkret bis hin zu den Klimaanlagen, die dann im nächsten Sommer eben in Altersheim und Kraknöter bereit stehen müssen.

00:28:32: Aber abgesehen von all dem finde ich auch besonders wichtig sich klarzumachen dass das die Anpassung nicht gelingen wird ohne auch den Ökosystemen, die ja jetzt gelitten haben oder die auch dem nicht mehr standhalten konnten.

00:28:46: Die Flüsse, die Wälder.

00:28:49: es wird nicht gelingt ohne denen ihre natürliche Fähigkeit zurückzugeben mit solchen extremen Umzugehen.

00:28:53: Das haben sie eigentlich durchaus.

00:28:55: Man kann Anpassung eben nicht nur heißen, die Fahrrinne von dem Rhein jetzt tiefer zu machen.

00:29:02: Da weiter zu graben weil das kann wieder zur Folge haben ist das Grundwasser weiter sinkt und es auch schlecht.

00:29:06: Dann muss also den Fluss wieder mehr zum Fluss werden lassen mit Augen die dann das Wasser in der Landschaft halten und dass ist komplex und das finde ich die eigentlich herausfordernde Aufgabe, dass wir uns diese Komplexität klarmachen und dem auch stellen.

00:29:25: Frauke?

00:29:26: Ja.

00:29:29: Wir müssen uns klarmachen, was die Natur machen kann oder was sie für uns leisten können.

00:29:36: Da nennt es immer so schön Ökosystemdienstleistung.

00:29:39: Aber das klingt immer so abstrakt.

00:29:43: aber wenn ich ein Mischwald habe wo's kühler ist und mich besser aufhalten kann als in einem Park ... Betonierten, zu dem betonierten Stadt.

00:29:54: Dann merkt man vielleicht was das bedeutet?

00:29:58: Ich finde als letzte Frage vielleicht und das ist vielleicht ohne Medienbetrachtung ich weiß es nicht aber mir scheint es fast dass dieser Aufruf nicht zur Tagesordnung zurückkehren zu dürfen oder zu sollen Das gehört eigentlich breit zur Tagesordnung nach jedem extremen Eignis.

00:30:11: oder

00:30:12: in jeden Fall.

00:30:14: Gut, diesmal wäre es ja eigentlich schon schön gewesen.

00:30:15: Es wäre von der Tagesordnung abgewichen worden über das Maß hinaus, dass die Ereignisse eben gefordert haben.

00:30:20: also ich habe gerade bei den Politikern vielmehr immer auf, dass sie sich ja wirklich gewunden haben um möglichst lange das Klimawandel gar nicht erst in den Mund zu nehmen.

00:30:29: Ja...es ist dann nicht mehr so populär, ne?

00:30:32: Das hilft aber

00:30:33: nichts.

00:30:35: Na gut!

00:30:36: Ich glaube..das ist ein Thema das uns noch viel beschäftigen wird.

00:30:40: da werden wir oft noch dazu kommen hier auch im Podcast.

00:30:43: Ich würde aber mit Blick auf die Uhr und weil ich jetzt noch heute nochmal was anderes machen will zu Schluss, würde ich erstmal einen Strich druntersetzen.

00:30:51: Wenn es okay ist!

00:30:52: Und... Heute mal zwei E-Mails vorlesen, die uns von Hörern erreicht haben und auch mal eure Meinung dazu hören.

00:30:59: Das eine ist eigentlich nur ne Themenanregung.

00:31:02: Da hat uns... Ich mach's jetzt nur mal mit den Vornamen Weil ich das nicht geklärt habe Erstmal mit den Leuten Ralf aus Breganzona in der Schweiz geschrieben.

00:31:10: Da geht er ein auf unseren letzten Podcast mit Joachim Müller-Jung.

00:31:15: Da ging es um diese furchtbare Katastrophe in Nepal, um den Erdrutsch und ihn hat das an etwas anderes erinnert.

00:31:22: Dann haben wir viel über Frühwarnsysteme und so gesprochen.

00:31:26: Der schreibt also, ... Die lokale Bevölkerung Da geht es um eine weitgehend abgeschottet lebende Bevölkerung.

00:31:43: Hatte allerdings keine Opfer zu beklagen, sie hatten sich rechtzeitig von der Küste in die Berge begeben.

00:31:49: Wie bei ihnen ein Frühwarnsystem funktioniert hatte weiß ich nicht Frage.

00:31:54: hat es in Nepal möglicherweise auch ein derartiges Geschehen gegeben?

00:31:58: Das habe ich, dass ich mal versucht jetzt kurz zu recherchieren und ich hab nichts dazu gefunden ist.

00:32:02: Man muss auch sagen es ist also praktisch.

00:32:04: hier haben wir's mit einer ganz konkreten indigenen Bevölkerung zu tun.

00:32:07: Wenn wir an Himalaya denken kann man das nicht so eingrenzen.

00:32:11: da gibt es jetzt nicht das eine Volk sondern ganz viele verstreute Menschen und Völker die dort leben.

00:32:17: aber es ist eine spannende Frage oder?

00:32:19: Ja auf jeden Fall!

00:32:20: Also wenn er jetzt meinte, wie du sagst so ein Art indigines Wissen gab der ganze Der ganze Komplex Indigines Wissen spielt ja auch eine sehr große Rolle, bei der Bekämpfung der Biodiversitätskrise.

00:32:34: Und das wird ja auch immer ernster genommen von der westlichen Wissenschaft die Tatsache dass Menschen in Gemeinschaften, die ein engerer Verbindung mit der Natur noch leben, ganz andere Fähigkeiten und Kenntnisse haben Wenn es darum geht, die auch nachhaltig zu bewirtschaften und dass wir uns da wie industrialisierte Gesellschaften doch wieder einiges abschauen werden müssen.

00:33:00: Ja ich glaube also diese indigenen Ideen und praktisch dieses Wissen zu integrieren das ist ja auch beim Klimaschutz das war ja auch in Belen, in Brasilien war das hier auch ein Thema.

00:33:10: Ich glaube das ist etwas wo wir uns im Podcast mal dem widmen könnten in Zukunft.

00:33:16: Und eine zweite Kritik, diesmal kommt von Georg aus Zürich.

00:33:22: Der lobt unseren Podcast, sagt aber die Sendung hat allerdings zwei Schwächen!

00:33:26: Zum einen wenn es um normativ ethische Fragen und Problemstellungen geht dann werden diese Fragen und Antworten darauf von ihnen als persönliche moralischen Ansichten und Einstellung behandelt – Die Erkenntnisse der Moralphilosophie und der Ethikwissenschaften wären nicht aufgegriffen.

00:33:41: Ich glaube, das ist eine valide Kritik.

00:33:42: Aber wir haben da einfach nichts... Also das ist nicht unser Fachgebiet.

00:33:46: Möchte ich mich mal fast rausreden oder?

00:33:48: Das ist interessant!

00:33:49: Da fühle ich mich natürlich als aus dem Filter kommt ein bisschen angesprochen.

00:33:52: Wobei ich doch finde dass wir das je nach Thema mit einbeziehen.

00:33:56: also wenn ich an die Folge denke die wir gemacht haben über Zos und Frage wie auch ethisch gerechtfertigt es ist Tiere einzusperren.

00:34:06: Also ich finde schon dass wir immer wieder thematisieren Und nicht nur als persönliche Meinung.

00:34:14: Ich finde die Kritik, das höre ich sehr berechtigt... Das Problem und das ist ein generelles Problem, dass wir Naturwissenschaftler eigentlich keine ethische Bildung haben.

00:34:27: Genau!

00:34:27: Deswegen haben wir auch Petra hier als Vorjahr-Redakteurin aus.

00:34:33: Der zweite Kritikpunkt ist, dass man die organisatorischen und institutionelle Einbettung von wissenschaftlicher Forschung nicht berücksichtigen.

00:34:41: Und jetzt lese ich mal vor, was erforscht wird und welche Ergebnisse hervorbereigt werden hängt im großen Maße von organisatorischen und institutionellen Rahmenbedingungen ab.

00:34:50: das spielt bei ihnen kaum eine Rolle.

00:34:52: da möchte ich mal darauf antworten es stimmt aber Ich habe immer das Gefühl also wir hatten auch öfter Konferenz darüber geredet haben darüber ja wie können unser podcast besser werden?

00:35:01: Wir sind oft schon zu sehr praktisch so metamäßig im Wissenschaftsbetrieb.

00:35:07: Und wir gucken praktisch auf den Wissenschafts- betrieb als solchen, und das wäre ein weiterer Punkt in diese Richtung.

00:35:17: Ich denke immer, dass interessiert den Hörer nicht so.

00:35:20: Der will eher Forschungsergebnisse, wissenschaftliche Erkenntnisse und diese Verbindung zu seinem Leben hören.

00:35:27: aber vielleicht irre ich mich auch

00:35:29: da.".

00:35:30: Das ist doch gleich der nächste Aufruf, Piotr?

00:35:34: Genau, das ist gut.

00:35:35: Hätte ich es gar nicht daran gedacht!

00:35:37: Wenn Sie da so eine Meinung haben oder ansonsten zu unserer Sendung auch Kritik äußern wollen die wir dann hier vorlesen und die wir sehr ernst nehmen Dann schreiben sie uns wie die zwei anderen Hörer an wissenschaftetfz.de also wissenschafteteffaz.de Und Wir sind froh über Kritik und Anregungen und ansonstens.

00:35:55: Bleibt mir jetzt nur noch übrig mich fürs Zuhören zu bedanken und Tschüss zu sagen

00:36:00: und dass machen wir auch tschüß.

Über diesen Podcast

So spannend kann Wissenschaft sein: Verständlich und anregend sprechen die F.A.Z.-Wissenschaftsredakteure Piotr Heller und Joachim Müller-Jung sowie die Feuilleton-Redakteurin Petra Ahne im Wechsel mit Gästen über aktuelle Themen und Studien, die ein breites Publikum interessieren. Thematisch umfasst dies alles von Natur und Klima bis KI und digitale Welten, Medizin und Ernährung, Hirnforschung, Weltraum und kurioses Alltagswissen bis hin zu wissenschaftspolitischen Zukunftsfragen, die insbesondere auch junge Menschen betreffen.

Jeden Freitag erscheint eine neue Episode.

Alle Folgen können jederzeit auch hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-wissen-der-podcast.

Anregungen, Themenwünsche und Feedback nehmen wir gerne per E-Mail mit dem Betreff „Podcast Wissen“ an wissenschaft@faz.de entgegen.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung

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