00:00:03:
00:00:10: Ein Wanderlehrer aus dem Westen Iran hat uns geschrieben.
00:00:13: Er zeigt seinen Schülern Videos, die wir über Touché verschickt hatten.
00:00:16: Darunter waren Berichte über die Olympian Spiele.
00:00:23: Wir haben vor allem Gerichte über Frauenbettkämpfe verschickt weil sie in den iranischen Medien nicht vorkommen und eine seiner Schülerinnen soll ihm gesagt haben Ich wusste gar nicht, dass Frauen überhaupt bei Wettkämpfen teilnehmen
00:00:33: können.
00:00:34: Das war vielleicht die wichtigste Nachricht, die wir je bekommen haben.
00:00:36: Wir haben sozusagen ein Mädchen in einem kleinen Dorf eine neue Welt eröffnet
00:00:46: Wenn wieder gerade gehört haben.
00:00:48: das ist Evan Alireza Firozi und das System Touche, das er da erwähnt hat und dank dem dieses kleine Mädchen praktisch eine neue Welt eröffnet bekommen hat.
00:01:00: Das hat er mitentwickelt!
00:01:02: Und damit willkommen zu einer etwas anderen Folge des FAZ Podcast Wissen – diesmal mit dem Thema wie geheime Satellitensignale die Internetsperre in Iran umgehen.
00:01:14: Mein Name ist Piotr Heller ich bin Wissenschaftsredakteur bei der FAZ Und normalerweise spreche ich hier mit meinen Kollegen Petra Arne oder Joachim Müller-Jung.
00:01:23: Aber diesmal ist es wie gesagt etwas anders, wir werden gleich einen Teil von einem Interview hören das sich diese Woche mit Evan Alireza Firozi geführt habe.
00:01:34: Es geht um eine, wie ich finde ganz bemerkenswerte Idee.
00:01:37: In Iran zensiert die Regierung weite Teile des Internets Oder schaltet es manchmal ganz ab aber viele Iraner schauen Satellitenfernsehen.
00:01:46: Sie haben also Satellitenschüsseln und TV-Receiver.
00:01:50: Die Idee hinter Touche ist folgende, man packt in diese Satelliten Signale mit denen die TV Bilder auf die Erde gesendet werden.
00:01:59: zusätzlich noch etwas dazu nämlich Daten, Zeitungsartikel Videos Software alles was die Bevölkerung nicht über das Internet herunterladen kann.
00:02:11: Das können die Leute dann über ihre TV receiver empfangen.
00:02:14: Touche heißt übrigens so viel wie Tornista oder Rucksack.
00:02:18: Ganz passend, finde ich als ob die TV-Signale einen kleinen Datenrucksack dabei hätten.
00:02:24: Die Idee funktioniert.
00:02:25: Sie ist natürlich kein Ersatz für das Internet!
00:02:28: Die Menschen in Iran bekommen keinen Internetzugang sondern lediglich eine kuratierte Auswahl an Daten So einer Art Datenrundfunk.
00:02:37: Damit ist es zumindest möglich die Internetsperre teilweise zu umgehen.
00:02:43: Evan Alireza Firozi betreibt das System mit seiner gemeinnützigen Organisation Net Freedom Pioneers.
00:02:50: Ich werde dazu ein paar Links in die Show Notes packen.
00:02:53: Er ist Aktivist, was ihm in Iran – wo er aufgewachsen ist – Schwierigkeiten bereitet hat.
00:02:59: Von der Universität, wo er Physik studiert hat, ist er geflogen.
00:03:03: Der Grund ist wie er sagt, er hatte Proteste wegen eines Mitufalls
00:03:08: organisiert.".
00:03:09: Heute lebt er in den USA, ist aber öfter auch mal in Deutschland weshalb ich ein Interview mit ihm führen konnte.
00:03:16: Es ging um die Technologie hinter Touche – Die Auswahl der richtigen Inhalte und den Rüstungswettstreit, den er sich mit der iranischen Regierung liefert, die Touche blockieren will.
00:03:26: Aber zunächst habe ich ihn gefragt wie es so war im Iran aufzuwachsen.
00:03:32: Können Sie mir erzählen was für ein Kind sie waren?
00:03:36: Super Nerd
00:03:39: Ein Super Nerd, ich habe Computer geliebt.
00:03:42: Ich hatte das große Glück, dass ich schon als Kind Zugang zu Computern und zum Internet und auch zum Sateliten Fernsehen hat.
00:03:48: Das hab' ich meinen Eltern zu verdanken!
00:03:50: Ich saß die meiste Zeit am Computer – ich hab mich für Astronomie und Physik interessiert.
00:03:54: Das habe ich auch studiert bis ich von der Universität geflogen
00:03:57: bin.".
00:04:01: Wie gefährlich ist es, in Iran von der Universität zu fliegen?
00:04:09: Es bringt
00:04:09: viele Probleme mit sich.
00:04:10: Ich wurde zudem viermal verhaftet.
00:04:12: Ein Jahr war ich im Gefängnis die Hälfte davon – in Einzelhaft!
00:04:15: Schon mit vierzehn Jahren habe ich mich für Politik und Menschenrechte interessiert.
00:04:20: Viele meiner Familienmitglieder und Freunde waren Aktivisten.
00:04:23: Viele waren im Gefänger.
00:04:24: Mit sechzehn habe ich dann einen Block gestartet.
00:04:26: Der wurde mehrfach vom Netz genommen Und als ich an die Uni kam, bin ich einer Studentenorganisation beigetreten.
00:04:33: Das war die einzige Oppositionsgruppe an der Universität – das alles wurde gefährlich!
00:04:37: Als im Jahr zwei Tausendneun die Proteste nach der Präsidentenwahl ausbrachen, beschloss sich das Land zu verlassen und kurz vor der Grenze wurde ich aber von den Revolutionsgarten entführt.
00:04:46: Monate lang wusste niemand ob ich noch lebe.
00:04:49: Als sie mich freigelassen haben habe ich alle politischen Aktivitäten sein gelassen.
00:04:53: Der Grund?
00:04:54: Vor meiner Verhaftung waren meine Eltern junge Leute.
00:04:56: Danach waren sie alte Menschen.
00:04:58: Ich konnte ihnen einfach nicht noch einmal solche Sorgen zumuten.
00:05:02: Einige Zeit später habe ich nochmal versucht, das Land zu verlassen – diesmal erfolgreich!
00:05:05: Ich kam als Flüchtling über die Türkei in die Vereinigten Staaten.
00:05:16: Wie kann ich mir das Internet in Iran vorstellen?
00:05:22: Internet in Iran ist ein bisschen anders als Internet, das wir im Freiburg erfahren
00:05:28: haben.
00:05:28: In Iran kontrolliert die Regierung den kompletten Datenverkehr, der ins Land oder aus dem Land fließt.
00:05:34: Sie können Webseiten blockieren und Dienste abstellen – das machen sie seit Jahrzehnte und werden immer besser.
00:05:39: Erstmals haben sie das komplette Internet abgestellt.
00:05:43: Seit Jahrzehn haben sie es immer wieder gemacht.
00:05:45: Und jetzt aktuell haben wir den längsten Internet Blackout in der Geschichte.
00:05:49: Nur einige Unterstützer der Regierung können mit speziellen SIM-Karten ins Internet.
00:05:53: Alle anderen haben keinen Zugang.
00:05:58: Hier kommt ihr System Touche ins Spiel, wie ist das entstanden?
00:06:05: Als ich ein Teenager war gab es Datenkanäle auf öffentlichen Fernsehsatelliten.
00:06:09: Da konnten reiche Leute über eine Modemverbindung bestimmte Daten bestellen und sie dann über Satelliten herunterladen.
00:06:15: Ich hatte dafür kein Geld Aber ich konnte damals schon die Daten abfangen.
00:06:19: Da hat man spannende Dinge gesehen.
00:06:21: Jedenfalls das war damals, aber später haben wir darin DIE Gelegenheit erkannt.
00:06:26: Grundsätzlich bis zu neunzig Prozent der Haushalte in Iran haben Satelliten-Receiveres Fernsehen und wir haben uns also überlegt wie man dieses System nutzen kann um den Menschen Daten zu schicken.
00:06:38: Mit WIR meinen sie die Net Freedom Pioneers – Die Organisation mit der Sie Antizensurtechnologie entwickeln?
00:06:48: Ja, allerdings war ich bei der Entwicklung der Idee nicht dabei.
00:06:52: Das begann schon in dem Jahr zwei Tausend
00:06:53: Sieben.
00:06:53: Mächte Jeach Yarnischad hat die Net Freedom Pioneers gegründet.
00:06:57: Es war seine Idee und die Entwicklung hat etwas gedauert – wir haben mit unseren Ingenieuren viel experimentiert!
00:07:03: Die Frage war wie kann man Signale von einem Satelliten an normale TV-Receivers senden, die kein Fernsehprogramm sondern Daten enthalten?
00:07:12: Schließlich haben wir ein Protokoll entwickelt.
00:07:15: Es ist so gestaltet, dass der Receiver meint er würde Fernsehsendungen empfangen
00:07:24: Aber in Wahrheit sind es Daten.
00:07:26: Man kann sie über den TV-Receiver auf einen USB Stick spielen Den steckt man dann in einem Computer oder in ein Smartphone Und dort gibt es eine Software die die Daten aus den Empfangenden Satellitensignalen herausliest
00:07:41: Genau.
00:07:41: Wir haben es
00:07:43: im Jahr zwei Tausend Sechzehn damit begonnen und seitdem haben wir fast jeden Tag auf diese Weise Daten nach Iran gesehen, der Hauptsächlich Informationen die man eben dort nicht bekommt.
00:07:54: Wie haben Sie die Leute darüber informiert dass sie diese Daten über ihre TV-Receiver empfangen können?
00:08:02: Wir
00:08:02: haben Werbung gemacht über das klassische Fernsehen und soziale Medien und im Jahr zwanzig einundzwanzig haben wir schätzungsweise drei Millionen Nutzer gehabt.
00:08:15: Wie kommen sie auf diese Zahl?
00:08:17: Sie können nicht wissen, wer die Daten empfängt.
00:08:20: Das ist ja der Witz an dem System – es kann unbemerkt genutzt werden!
00:08:29: Ja wir haben da unsere Methoden vor allem umfragen und außerdem verschicken wir auch Computerprogramme zum Beispiel Werkzeuge mit denen man blockierte Websites öffnen kann solange das Internet nicht komplett abgeschaltet.
00:08:40: Wir
00:08:40: sehen wie viele Menschen diese Tools benutzen.
00:08:43: Das zeigt uns, wie viele Nutzer wir haben.
00:08:50: Wissen Sie noch was die erste Nachricht war, die sie über Touche verschickt haben?
00:09:00: Ich
00:09:00: weiß noch dass das erste Datenpaket hundertzwanzig Megabyte groß war.
00:09:04: Was war drin?
00:09:09: Dokumente, ein kurzes Video Software.
00:09:12: Ich hatte drei Freunden gesagt sie sollen versuchen es zu empfangen.
00:09:15: hat bei allen geklappt aber ich weiß nicht mehr.
00:09:21: War das der Moment wo Sie festgestellt haben?
00:09:24: Das hier ist mehr als ein Technologieprojekt.
00:09:36: Ehrlich gesagt hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass das Projekt etwas bewegen wird.
00:09:39: Wir
00:09:40: hatten ein Werkzeug um in jedem Versuch der iranischen Regierung entgegenzuwirken den Zugang zu Informationen zu blockieren und die Regierung kann dieses System so gut wie nicht stören und es ist so simpel, dass jemand wie mein Opa es nutzen könnte.
00:09:53: Das war mir sehr wichtig.
00:09:56: Aber der richtige Aha-Moment kam im Jahr, am ersten großen Internet-Blackout.
00:10:00: Uns erreichten Nachrichten von unseren Nutzern und einer hat gesagt, während des Blackouts Bartusche ein Stück Hoffnung für uns.
00:10:07: Wir haben erfahren, dass wir in der Welt nicht egal sind.
00:10:10: Solche Nachrichten sind der Grund warum wir das machen.
00:10:18: Fällt Ihnen vielleicht eine konkrete Geschichte ein die Ihnen einen Nutzer erzählt hat?
00:10:30: Ein
00:10:30: Wanderlehrer aus dem Westen Iran hat uns geschrieben, das ist eine arme Gegend und er reist durch verschiedene Dörfer.
00:10:36: Er zeigt seinen Schülern Videos die wir über Touche verschickt hatten.
00:10:39: Darunter waren Berichte über die Olympien Spiele.
00:10:42: Wir haben vor allem Berichte bei Frauen-Wettkämpfe verschickt weil sie in den iranischen Medien nicht vorkommen Und eine seiner Schülerinnen soll ihm gesagt haben Ich wusste gar nicht dass Frauen überhaupt beim Wettkämpfen teilnehmen können.
00:10:53: Das war vielleicht die wichtigste Nachricht, die wir je bekommen haben.
00:10:56: Wir haben sozusagen ein Mädchen in einem kleinen Dorf eine neue Welt eröffnet.
00:11:07: Ihre Nutzer bekommen ja keinen klassischen Internetzugang sondern Informationen, die sie auswählen und kuratieren.
00:11:14: Wie wählen Sie die aus?
00:11:16: Und wie gehen sie mit der Verantwortung um?
00:11:24: Früher in Iran habe ich bei Zeitung gearbeitet, dort wählen Redaktionen die Inhalte aus und dieses Modell nutzen wir jetzt auch bei Touche.
00:11:31: Wir bekommen zu dem Vorschläge und Wünsche von unseren Nutzern über soziale Medien und Umfragen.
00:11:36: Manchmal rufen unsere Nutzer uns an – wir kooperieren mit Verlagen, Nachrichtenangenturen und Content Creators von Social Media.
00:11:44: Sie liefern uns die Inhalt und dann haben wir ein paar Regeln.
00:11:46: natürlich keine Propaganda, keine religiösen Inhalten und keine Pornografie.
00:11:50: Für alles andere sind wir offen.
00:11:55: Wie groß sind die täglichen Datenpakete?
00:11:59: Rund drei bis fünf Gigabyte!
00:12:03: Und das sind dann Zeitungsartikel, Fernsehsendungen, Software...
00:12:07: Alles was man auf einem USB-Stick speichern könnte können wir übertragen.
00:12:13: Wer bezahlt das?
00:12:18: Bis zum vergangenen Jahr hat uns vor allem das US Außenministerium finanziert.
00:12:22: Dann wurde es eingestellt und Ende Juli sind uns dann die Mittel ausgegangen, wir mussten Touche kurzzeitig abschalten aber dann kamen die Proteste im Januar.
00:12:31: Wir haben private Sponsoren um Spenden gefragt und so finanzieren wir das Projekt bis jetzt.
00:12:39: Wissen Sie warum die US Regierung die Finanzierung eingestellt hat?
00:12:44: Seit
00:12:44: Anfang twenty-fünfundzwanzig wollten Sie keine neuen Projekte mehr finanzieren.
00:12:48: Wir wollten neue Mittel beantragen und das war einfach nicht
00:12:51: möglich.".
00:12:56: Also eine generelle Umstellung der Politik, keine gezielter Maßnahme gegen sie?
00:13:02: Nein!
00:13:03: Versucht denn die iranische Regierung, sie zu stoppen?
00:13:09: Ja, vor allem indem sie die Satellitensignale stören.
00:13:11: Sie senden Störsignale über Städte aber unser System ist so entworfen dass es resistent ist.
00:13:17: Meistens kommen unsere Daten also
00:13:19: trotzdem
00:13:19: durch.
00:13:22: Gibt es da sowas wie einen Rüstungswettstreit mit der Regierung?
00:13:26: So in der Art ist das.
00:13:27: In unserem Protokoll haben wir Methoden zur Datenkultur.
00:13:30: Selbst wenn ein Teil der Übertragung verloren geht kann unser System das rekonstruieren Und wir können einstellen, welchen Teil des Datenstroms wir für diese Fehlerkorrektur reservieren.
00:13:41: An normalen Tagen können das fünf bis zehn Prozent sein und wenn wir viele Störsignale erwarten dann können wir das erhöhen auf dreißig oder
00:13:51: fünfunddreißig
00:13:53: Prozent.
00:13:56: Haben Sie keine Sorge dass solche Systeme die Regierung nervös machen und zu noch mehr Repressalien für die Menschen in Iran führen?
00:14:11: Die Regierung muss man sich wie eine Mafia oder wie ein Kartell vorstellen.
00:14:14: Das Volk, die Umwelt und die Ressourcen – all das ist ihnen nicht so wichtig!
00:14:18: Es geht ihnen um Macht.
00:14:20: Ich glaube nicht, dass unser Projekt einen großen Einfluss auf sie hat.
00:14:23: Sie sind da eher mit internen Machtkämpfen beschäftigt.
00:14:25: Sie trauen sich gegenseitig nicht.
00:14:34: Die Regierung mag mit intellen Machtkämpfen befasst sein, aber sie können auch als Bedrohung angesehen werden.
00:14:41: Die Regierung versucht ja nicht umsonst die Satellitensignale zu stören.
00:14:45: Geht's Sie auch direkt gegen Sie vor?
00:14:48: Wurden Sie schon mal bedroht?
00:14:53: Ich nicht, aber Sie versuchen uns in sozialen Medien wie Twitter also ex zu diskreditieren.
00:14:57: Über Fake-Account werfen sie uns vor, wir würden Gelder veruntreuen.
00:15:00: Schließlich haben wir bisher rund achtzehn Millionen Dollar an Fördergeldern erhalten und die Wahrheit ist das meiste unseres Budgets brauchen wir um die Satellitenbetreiber für Sendezeit zu bezahlen.
00:15:10: Da wir von der Regierung finanziert werden, werden wir jedes Jahr rigoros überprüft von der Regierung, unseren Buchhaltern und einer dritten Stelle die alle gemeinnützigen Organisationen in Kalifornien prüft.
00:15:20: Das Problem ist auch wenn wir drei Millionen Nutzer haben bleiben im Iran neunzig Millionen Menschen ohne Internet.
00:15:26: Die Leute sehen das und fragen sich verschwenden ihr euer Geld?
00:15:29: Aber es gibt einfach keine Technologie mit der man neunzeig Millionen Menschen die derart abgeschnitten sind ans Internet bringen
00:15:34: kann.
00:15:39: Es gibt zumindest Starlink, das Satelliten-Internet von SpaceX.
00:15:43: Ihre Organisation versucht auch diese Technologie nach Iran zu bringen.
00:15:48: Wie verhält sich das zu ihren Aktivitäten mit Tusche?
00:15:55: Das sind zwei unterschiedliche Dinge.
00:15:57: Tushil bedeutet kein Risiko für die Nutzer, man kann Daten empfangen und niemand bekommt es mit.
00:16:01: Seit den Frau leben Freiheit-Protesten im Jahr twenty-zweiundzwanzig haben wir angefangen Starlink-Empfangsgeräte nach Iran zu schicken.
00:16:08: so haben wir einen Feedback-Kanal auch wenn das Internet blockiert ist.
00:16:11: Wir haben die Geräte strategisch in fast jede Provinz geschläusten über dreihundert Geräten.
00:16:15: aber die Gerätes sind teuer und es besteht ein Risiko weil man sie orten kann Und darum geben wir sie nur den Menschen, die damit umgehen können.
00:16:22: So haben wir während der Januar-Proteste tonnenweise Videos und Bilder bekommen – und vieles davon haben wir noch nicht veröffentlicht!
00:16:27: Wir hoffen, dass wir Sie eines Tages vor Gericht präsentieren können.
00:16:30: Dann können die, die für die Tötung und Folter verantwortlich sind zur Rechenschaft gezogen
00:16:34: werden.".
00:16:49: Wir versuchen es effizienter zu machen, indem wir KI für die Auswahl der Inhalte nutzen.
00:16:57: Sie haben ja erzählt dass sie einen Dienst haben wollten den auch ihr Großvater nutzen kann.
00:17:03: Hat er noch erlebt wie das System funktioniert?
00:17:10: Ja ich habe es mit ihm getestet.
00:17:12: Und wie war das?
00:17:14: Ich
00:17:15: habe Ihnen das Programm geschickt.
00:17:16: Es zu installieren, war nicht einfach für ihn.
00:17:18: ein Freund von mir musste ihm helfen und dann hab ich ihm gesagt nimm unsere Datenübertragung auf so wie du eine TV-Sendung aufnimmst und dann nimm den USB Stick und stecke ihn in deinen Smartphone.
00:17:28: öffne die App drück auf Start und es hat funktioniert und seine Reaktion war so.
00:17:34: also ich konnte sein Gesicht nicht sehen.
00:17:35: ich war am Telefon Aber ich konnte die Freude in seiner Stimme hören, als er die Dateien gesehen hat.
00:17:55: Das war also das Interview mit Evan Alireza Firozi was übrigens noch das Schöne an dem System ist.
00:18:02: es lebt zum Teil auch von seinen Nutzern und entwickelt so eine Art Eigendynamik.
00:18:07: Wir haben ja die Geschichte von dem Lehrer gehört, der die Inhalte seinen Schülern zeigt.
00:18:12: Tatsächlich gibt es in Iran noch andere Menschen, die die Daten – sobald sie über die TV-Satelliten ins Land gekommen sind – über USB Sticks weiterverbreiten.
00:18:22: Danke an dieser Stelle an meinen Kollegen Michael Götz, der diese Übersetzungen eingesprochen hat!
00:18:28: Und gegen Ende des Podcasts sprechen wir normalerweise über die nächste Ausgabe der Sonntagszeitung.
00:18:33: Das soll auch heute nicht anders sein, denn die Wissenschaft hat wirklich gute Themen.
00:18:37: Johanna Kurutschik hat einen Aufmacher über Perfektionismus geschrieben in dem sie auch der Frage nachgeht ob und wie man positive Aspekte des Perfekzionismus für sich nutzen kann.
00:18:48: Auf der Doppelseite erklärt Andreas Frey die Wissenschaft hinter der Gestaltung von Supermärkten – da ist übrigens viel Psychologie dabei.
00:18:56: Und unser Hospitant, Vincent Boga blickt auf das Atomunglück von Cernobyl zurück.
00:19:01: Das jährt sich am Wochenende zum vierzigsten Mal und er fragt was davon ist heute noch in Deutschland messbar?
00:19:08: Ich verrat mal so viel es ist nicht gerade wenig!
00:19:12: Wenn Sie die Bezuhörer Themenvorschläge haben oder etwas zu Touché schreiben wollen dass uns interessieren könnte tun sie das bitte als E-Mail also wissenschaftetfz.de.
00:19:24: Und jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.